Innenstadtkirche St. Ludwig & Pauluskirche Darmstadt

präsentieren

 

Ökumenischer Orgelwinter 2019

Darmstadt

 

 

Sonntag, 27. Januar | 17.00 Uhr | Pauluskirche

Cantate l’Adonai - Psalmen aus Synagogen und Kirchen

Leipziger Synagogalchor & Kammerchor Josquin des Préz

Falk Hoffmann, Tenor; Daniel Beilschmidt, Orgel; Leitung: Ludwig Böhme
Programm

 

 

Samstag  2. Februar | 19.00 Uhr | St. Ludwig

"Nacht & Licht"

Vokalensemble ENONA (Mainz)

Jorin Sandau, Orgel

Programm

 

 

Sonntag 10. Februar | 17.00 Uhr | Pauluskirche

Musik für Posaune & Orgel

Ulrich Conzen, Posaune

Wolfgang Kleber, Orgel

Programm

 

 

Samstag 16. Februar | 19.00 Uhr | St. Ludwig

Suite - Passcaglia - Symphonie

Wolfgang Kleber, Orgel

Programm

 

 

Sonntag 24. Februar | 17 Uhr | Pauluskirche

Toccata – Sonate – Fantasie

Jorin Sandau, Orgel

Programm

 

 

Samstag 2. März | 19.00 Uhr | St. Ludwig

Heiteres zur Fastnacht

Gabriel Dessauer, Orgel

Programm

 

 


 

 

PROGRAMME und ERLÄUTERUNGEN

 

 

 

 

 

Sonntag, 27. Januar | 17.00 Uhr | Pauluskirche

 

Leipziger Synagogalchor_by_Anne Hornemann_mini

Cantate l’Adonai - Psalmen aus Synagogen und Kirchen

Leipziger Synagogalchor & Kammerchor Josquin des Préz

Falk Hoffmann, Tenor; Daniel Beilschmidt, Orgel

Leitung: Ludwig Böhme

 

Machet die Tore weit - Singet dem Herrn ein neues Lied - Jauchzet dem Herrn

Es klingen die gleichen Worte aus Synagogen und Kirchen: Seit Jahrhunderten sind Psalmen Quelle von Glauben und Spiritualität, Zeugnis von Lebenserfahrung und Inspiration für Gesang für Juden UND Christen. Psalmen sind sozusagen Liedtexte, sie haben viele Komponisten zu Meisterwerken animiert. Zwei Chöre – der Leipziger Synagogalchor in der jüdischen, der Kammerchor Josquin des Préz in der christlichen Tradition beheimatet – bringen dieses gemeinsame Fundament jenseits konfessioneller Grenzen zum Klingen und singen Psalmen in hebräischen, lateinischen und deutschen Vertonungen aus drei Epochen.

 

In Zeiten beunruhigenden Hasses und grundloser Fremdenfeindlichkeit, Zeiten, in denen die Zahl antisemitischer Äußerungen und Übergriffe bundesweit erschreckend ansteigt, soll dieses Konzert unsere gemeinsamen Wurzeln aufzeigen, unser gegenseitiges Verständnis fördern und uns verbinden  als klingendes Zeichen für Toleranz!

 

Sie hören Werke von Andreas Hammerschmidt, Salomone Rossi, Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, von Felix Mendelssohn Bartholdy, Arnold Mendelssohn und Eduard Birnbaum, von Louis Lewandowski, Salomon Jadassohn, Salomon Naumbourg, Samuel Lampel und John Høybye.

 

Einige dieser christlichen und jüdischen Werke erklangen am 14. März 1926 in einem Konzert in Leipzigs großer Gemeindesynagoge. Das vollständige historische Synagogenkonzert wurde rekonstruiert und von beiden Chören mit renommierten Sänger*innen und Musikern auf CD aufgenommen. Die CD „Klingende Toleranz“ wird zum heutigen Konzert präsentiert.

 

 

Kammerchor Josquin des PrézKammerchor Josquin des Préz_by_Anne Hornemann_mini

 

Der Kammerchor Josquin des Préz wurde 1987 in Leipzig gegründet. Vier Dirigenten prägten die musikalische Entwicklung: Raik Fischer (1987-1989), Steffen Kammler (1989-1997), Uwe Witzel (1997-2002); seit 2002 hat Ludwig Böhme die künstlerische Leitung inne. Unter seiner Leitung hob der Chor das weltweit einzigartige Projekt der Gesamtaufführung des Werkes von Josquin des Préz aus der Taufe – „Josquin – Das Projekt“. Seit dem Jahre 2004 finden in der Leipziger Thomaskirche regelmäßig Konzerte statt, die die Werke Josquins in ihrem Spannungsverhältnis zu allen nachfolgenden Epochen beleuchten. Der Chor erzielte verschiedene Preise, im Jahr 2018 einen 1. Preis beim 10. Deutschen Chorwettbewerb 2018 in Freiburg in der Wertung für gemischte Kammerchöre. Zahlreiche Tourneen führten die Sänger durch West- und Osteuropa. Bei Festivals wie dem MDR-Musiksommer, dem Mosel Musikfestival, dem Kultursommer Rheinland Pfalz oder dem Leipziger Bachfest sind sie gern gesehene Gäste. Vom Goethe-Institut wurde das Ensemble zum Kulturbotschafter Deutschlands erkoren. Die 2011 erschienene CD „Missa Pange lingua“ mit Werken von Josquin des Préz wurde mit dem Supersonic-Award der Zeitschrift „pizzicato“ ausgezeichnet.

 

 

 

Leipziger Synagogal Chor

 

Die jüdische sakrale Musiktradition zu pflegen und einem größeren Hörer-kreis zu erschließen, war das Ziel von Oberkantor Werner Sander, als er 1962 den Leipziger Synagogalchor gründete. Vermittelt durch die Kon-zert- und Gastspieldirektion Leipzig sang der Chor in Halle, Erfurt, Karl-Marx-Stadt, Dresden, Berlin und Leipzig. Auch in Jüdischen Gemeinden war der Chor zu Gast. 1965 erschien die erste LP ‘Meisterwerke der Syna-goge und das jüdische Volkslied’, die in die BRD und die USA übernom-men wurde. Für den Berliner Rundfunk gestaltete der Chor eine Reihe von Sabbatfeiern. Die zunehmende Konzerttätigkeit im In- und Ausland war Ausdruck für die wachsende Wertschätzung der künstlerischen Arbeit des Ensembles, das bei zahlreichen protokollarisch bedeutsamen Veranstal-tungen wie dem Gedenkkonzert für Yitzhak Rabin 1996 in Berlin und dem Konzert in der Dresdner Frauenkirche im Rahmen der Eröffnungsfeier-lichkeiten 2006 mitwirkte. Seit 1980 gestaltet der Chor den ökumenischen Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 mit.

Bis zur deutschen Wiedervereinigung war der Verband der Jüdischen Gemeinden in der DDR der Träger des Chores; zur Unterstützung des En-sembles erhielt er Fördermittel aus dem Kulturfonds der DDR. Seit 1991 ist der Chor ein eingetragener gemeinnütziger Verein und wird vom Kulturamt der Stadt Leipzig gefördert.

Der Chor wurde 1981 mit dem Kunstpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet und 1988 mit dem Stern der Völkerfreundschaft in Gold, einer der höchsten staatlichen Anerkennungen in der DDR. Im Jahr 2017 erhielt das Ensemble bei der Verleihung der Obermayer German Jewish History Awards durch die US-amerikanische Obermayer Foundation als erste Institution den Distinguished Service Award für herausragende Leistungen.

Seit April 2012 wird die künstlerische Leitung des Leipziger Synagogal-chores durch den Dirigenten und Bariton Ludwig Böhme fortgeführt.

 

 

 

Konzertprogramm

 

 

„Cantate l’Adonai“

Leipziger Synagogalchor & Kammerchor Josquin des Préz

 

 

Louis Lewandowski

18211894

Ma towu

Numeri 24, 5; Psalm 5, 8; Psalm 26, 8; Psalm 95, 6; Psalm 69, 14

 

Eduard Birnbaum

18551920

 

Se’u sche’orim (Psalm 24)

 

Heinrich Schütz

15851672

 

Lobt Gott in seinem Heiligthum (Psalm 150)

 

Salomone Rossi

um 1570um 1630

 

Al naharot bawel (Psalm 137)

 

Arnold Mendelssohn

18551933

Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird (Psalm 126)

 

John Høybye

* 1939

 

Jubilate Deo (Psalm 100)

 

Andreas Hammerschmidt

16111675                                                        

 

Machet die Tore weit (Psalm 24)

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

18091847                                                       

 

Jauchzet dem Herrn alle Welt

(Psalm 100)

 

Johann Sebastian Bach

16851750                           

Fantasie g-Moll (BWV 542/1)

 

Salomone Rossi

um 1570um 1630           

                                            

Lamnazeach al hagitit (Psalm 8)

 

Salomon Jadassohn

18311902                                                       

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen (Psalm 121)

 

Samuel Naumbourg

18171880

 

Mismor lesodoh. Hori’u l’Adonoi kol ho’orez (Psalm 100)

 

Samuel Lampel                                              

18841942

 

Tauw l’haudaus (Psalm 92)

                                                                           

Louis Lewandowski

18211894                                                       

 

Halalujoh, halaluhu el b’kodscho (Psalm 150)

 

 

 

 

www.synagogalchor-leipzig.de

 

Kammerchor Josquin des Prez

 

 

Vorverkauf

 

 

 


 

 

 

Samstag  2. Februar | 19.00 Uhr | St. Ludwig

ENONA

"Nacht & Licht"

 

Vokalensemble ENONA (Mainz)

Jorin Sandau, Orgel

 

Am 2. Februar, vierzig Tage nach Weihnachten, feiert die Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“ (früher auch Mariä Reinigung oder Mariä Lichtmess). Das zugehörige Evangelium berichtet von der Begegnung des greisen Simeon mit dem Jesuskind im Tempel von Jerusalem. Beim Anblick des Gottessohnes singt Simeon dieses Lied, das seither als „Nunc dimittis“ fester Bestandteil des nächtlichen Stundengebetes ist:

„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,29–32)

Rembrandt van Rijn hat sich mehrfach mit dieser Szene beschäftigt, sehr bekannt geworde Am 2. Februar, vierzig Tage nach Weihnachten, feiert die Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“ (früher auch Mariä Reinigung oder Mariä Lichtmess). Das zugehörige Evangelium berichtet von der Begegnung des greisen Simeon mit dem Jesuskind im Tempel von Jerusalem. Beim Anblick des Gottessohnes singt Simeon dieses Lied, das seither als „Nunc dimittis“ fester Bestandteil des nächtlichen Stundengebetes ist:

„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,29–32)

Rembrandt van Rijn hat sich mehrfach mit dieser Szene beschäftigt, sehr bekannt geworden ist seine späte Darstellung von 1669. Das Gemälde in unserem Programmheft stammt bereits aus dem Jahr 1631 und beeindruckt nicht nur durch die Gestik und Mimik der abgebildeten Figuren, sondern auch durch die Wirkung von Farben und vor allem Licht und Schatten.

Von all dem inspiriert lässt sich das heutige Konzertprogramm von den Themen „Abendgebet“, „Nacht/Schlaf“, „Licht/Dunkel“ und „Tod/Ewiges Leben“ leiten.

„Christe qui lux es et dies“ ist der Hymnus zur Komplet, also dem nächtlichen Stundengebet. Das Nunc dimittis erklingt zunächst gesungen in englischer Sprache und dann als Bachsche Choralbearbeitung der Lutherübersetzung (die ihrerseits Eingang in die Sterbeliturgie gefunden hat).

Das geistliche Volkslied „In stiller Nacht“ von Johannes Brahms geht auf ein Passionsgedicht von Friedrich Spee zurück, „Schmücke dich o liebe Seele“ entstammt seinem letzten Werk, einer Sammlung von elf Choralvorspielen. In diesem Lied zur Gabenbereitung heißt es: „komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen“.

Schlaf und Tod werden bei Simeon wie in den Psalmen als ein Zustand des Friedens gewünscht: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.“ (Ps. 4/8). In der Begräbnisliturgie heißt es: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen“. Gedanken über die Totenruhe finden sich im von Edward Elgar vertonten Text John Henry Newmans. Der Text vom ewigen Licht („Lux Aeterna“) ist dem wohl berühmtesten Satz aus den Enigma-Variationen (im Original für Orchester) nachträglich unterlegt.

Der Anblick der Polarlichter inspirierte Ola Gjeilo zur Komposition eines Stückes über die Schönheit, den passenden Text dazu fand er im biblischen Hohelied der Liebe. Als „Orgelvorspiel“ dazu erklingt eine der Hohelied-Versetten von Marcel Dupré, die in der Vesper zu Marienfesten beheimatet sind.

In ihrem einzigen, etwa  zehnminütigen Orgelwerk überträgt die russische Komponistin Sofia Gubaidulina die visuelle Erfahrung „hell und dunkel“ auf die Orgel: Cluster in hohen oder tiefen Lagen können als entfernte Lichtschimmer, bzw. Schatten gehört werden. Dazu kommen Läufe und Triller in einer hohen, also hellen Registrierung und bewegte Cluster im Fortissimo.

Zwei weltliche Chorsätze zur guten Nacht beenden den Abend: „Sleep“ von Eric Whitacre stellt den seltenen Fall dar, dass zu einem bestehenden Chorsatz (der ursprünglich zu einem Gedicht geschrieben wurde, dessen Nutzung in diesem Kontext später rechtlich untersagt wurde) nachträglich der Text verfasst wurde.

„Lullabye“ („Wiegenlied“), das der Popmusiker Billy Joel für seine Tochter schrieb, erfuhr auch in der Chorszene Popularität durch ein Arrangement der King’s Singers. „And save these questions for another day“ wirkt wie die Antwort auf die Fragen und Ängste, die der Schlafsuchende im vorhergehenden Satz äußert.

n ist seine späte Darstellung von 1669. Das Gemälde in unserem Programmheft stammt bereits aus dem Jahr 1631 und beeindruckt nicht nur durch die Gestik und Mimik der abgebildeten Figuren, sondern auch durch die Wirkung von Farben und vor allem Licht und Schatten.

Von all dem inspiriert lässt sich das heutige Konzertprogramm von den Themen „Abendgebet“, „Nacht/Schlaf“, „Licht/Dunkel“ und „Tod/Ewiges Leben“ leiten.

„Christe qui lux es et dies“ ist der Hymnus zur Komplet, also dem nächtlichen Stundengebet. Das Nunc dimittis erklingt zunächst gesungen in englischer Sprache und dann als Bachsche Choralbearbeitung der Lutherübersetzung (die ihrerseits Eingang in die Sterbeliturgie gefunden hat).

Das geistliche Volkslied „In stiller Nacht“ von Johannes Brahms geht auf ein Passionsgedicht von Friedrich Spee zurück, „Schmücke dich o liebe Seele“ entstammt seinem letzten Werk, einer Sammlung von elf Choralvorspielen. In diesem Lied zur Gabenbereitung heißt es: „komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen“.

Schlaf und Tod werden bei Simeon wie in den Psalmen als ein Zustand des Friedens gewünscht: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.“ (Ps. 4/8). In der Begräbnisliturgie heißt es: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen“. Gedanken über die Totenruhe finden sich im von Edward Elgar vertonten Text John Henry Newmans. Der Text vom ewigen Licht („Lux Aeterna“) ist dem wohl berühmtesten Satz aus den Enigma-Variationen (im Original für Orchester) nachträglich unterlegt.

Der Anblick der Polarlichter inspirierte Ola Gjeilo zur Komposition eines Stückes über die Schönheit, den passenden Text dazu fand er im biblischen Hohelied der Liebe. Als „Orgelvorspiel“ dazu erklingt eine der Hohelied-Versetten von Marcel Dupré, die in der Vesper zu Marienfesten beheimatet sind.

In ihrem einzigen, etwa  zehnminütigen Orgelwerk überträgt die russische Komponistin Sofia Gubaidulina die visuelle Erfahrung „hell und dunkel“ auf die Orgel: Cluster in hohen oder tiefen Lagen können als entfernte Lichtschimmer, bzw. Schatten gehört werden. Dazu kommen Läufe und Triller in einer hohen, also hellen Registrierung und bewegte Cluster im Fortissimo.

Zwei weltliche Chorsätze zur guten Nacht beenden den Abend: „Sleep“ von Eric Whitacre stellt den seltenen Fall dar, dass zu einem bestehenden Chorsatz (der ursprünglich zu einem Gedicht geschrieben wurde, dessen Nutzung in diesem Kontext später rechtlich untersagt wurde) nachträglich der Text verfasst wurde.

„Lullabye“ („Wiegenlied“), das der Popmusiker Billy Joel für seine Tochter schrieb, erfuhr auch in der Chorszene Popularität durch ein Arrangement der King’s Singers. „And save these questions for another day“ wirkt wie die Antwort auf die Fragen und Ängste, die der Schlafsuchende im vorhergehenden Satz äußert.

 

 

Das Vokalensemble ENONA gründete sich 2015 in Mainz aus der Idee heraus, in einem Kreis Gleichgesinnter auf hohem Niveau a cappella zu singen. Alle Ensemblemitglieder haben einschlägige Vorerfahrungen, etli-che sind durch ihre frühere Mitgliedschaft im Landesjugendchor Saar, dem Vokalconsort Frankfurt, dem Kölner Kammerchor, dem Mainzer Domchor, den Chören der Trierer Dommusik oder dem World Youth Choir geprägt, einige studieren an den Musikhochschulen Mainz oder Frankfurt.

 

Ersten Auftritten im privaten Rahmen folgte die Gestaltung von Even-songs in der Mainzer Kulturkirche St. Stephan. Im November 2016 kam es zu zwei viel beachteten Debütkonzerten in Frankfurt und Mainz, gefolgt von Konzerten in der Rhein-Main-Region, in Süddeutschland sowie im Dom zu Speyer. Für dieses Frühjahr liegen bereits Einladungen nach München und in den Trierer Dom vor. Um sich stetig weiterzuentwickeln, lässt sich ENONA regelmäßig im Rahmen von Meisterkursen, wie jüngst mit dem renommierten Leipziger A-Cappella-Ensemble amarcord und den ehemaligen VOCES8-Sängern Rob Clark und Oliver Vincent, coachen.

 

Die aus neun Ensemblemitgliedern bestehende Besetzung von ENONA ermöglicht eine große Repertoirevielfalt, die von gregorianischer Ein-stimmigkeit über frühe Mehrstimmigkeit, barocke Doppelchörigkeit bis hin zu romantischer Klangpracht und zeitgenössischer Sinnlichkeit reicht. Inspiriert insbesondere von englischen Ensembles wie den King‘s Singers und VOCES8, welche die im deutschen Sprachraum noch tief verwurzelte Trennung zwischen E- und U-Musik nicht kennen, überschreitet auch ENONA gerne Konventionsgrenzen und singt mit hörbarer Freude Arran-gements aus Jazz- und Popularmusik sowie Eigenkompositionen.

 

 

 

Konzertprogramm

 

 

 

Nacht und Licht

 

Jan Pieterszoon Sweelinck

1562–1621

 

„Christe qui lux es et dies“

*Robert White

ca. 1538-1574

 

„Christe qui lux es et dies“

Thomas Tallis

1505-1585

 

Nunc dimittis

Johann Sebastian Bach

1685-1750

Die Choräle aus dem Orgelbüchlein zum Fest Mariä Reinigung

 

„Mit Fried und Freud ich fahr dahin“

BWV 616

„Herr Gott, nun schleuss den Himmel auf“  BWV 617

 

Johannes Brahms

1833-1897

„In stiller Nacht“ WoO 34 Nr. 8

 

„Schmücke dich, o liebe Seele“ op. 122/5

 

Max Reger

1873-1916

„Ich liege und schlafe“ aus op. 110/2

 

„O Jesu Christ, meines Lebens Licht“
aus op. 67

 

Edward Elgar

1857-1934

„They Are at Rest“

 

Sonate für Orgel G-Dur op. 28

                II.     Allegretto

 

Nimrod („Lux Aeterna“)

 

Marcel Dupré

1886-1971

„I am black but comely“ op. 18/3

 

Ola Gjeilo

*1978

 

 

Northern Lights (“Pulchra es, amica mea”)

 

Sofia Gubaidulina

*1931

 

Hell und dunkel

Paul J. Christiansen

1914-1997

 

My Song in the Night

Eric Whitacre

*1970

 

Sleep

Billy Joel *1949

Philip Lawson *1957

Lullabye

 

 

Vorverkauf

 

 

 

 


 

Sonntag 10. Februar | 17.00 Uhr | Pauluskirche

 

Musik für Posaune & Orgel

 

Ulrich Conzen, Posaune

Wolfgang Kleber, Orgel

 

 

Konzertprogramm

 

 

 

Georg Friedrich Händel

1685-1759

Concerto F-moll

(original für Oboe und Orchester)

 

Josef Rheinberger

1839-1901

 

Pastorale aus Sonate Nr. 20, Op. 196

 

Bruno Bjelinski

1909-1992

 

Drei biblische Legenden

(original für Posaune und Klavier)

·         Der Fall von Jericho

·         An den Wasserflüssen Babylons

·         Das Fest des Lichtes

 

Samuel Scheidt

1587-1654

 

Partita „Christe qui lux es et dies“

 

Paul Angerer

1927-2017

Luctus et Gaudium

(„Trauer und Freude“)

für Altposaune und Orgel (1977/78)

 

Ludwig van Beethoven

1770-1827

 

Adagio F-dur

 

Alexandre Guilmant

1837-1911

Concertpiece, Op. 88 (original für Posaune und Klavier)

 

Conzen.mini

Ulrich Conzen wurde 1961 in Köln geboren. Er begann mit 9 Jahren Posaune zu spielen, zunächst bei Alfred Stöneberg, dann bei Karlheinz Weber als Lehrer, beide Mitglieder des Kölner Opernorchesters. Er war mehrfach Preisträger bei Jugend musiziert.

Ab 1980 leistete er seinen Wehrdienst im Heeresmusikkorps 6 in Hamburg bevor er 1981 sein Posaunenstudium bei Branimir Slokar an der Kölner Musikhochschule begann.

Seit 1984 ist er stellvertretender Soloposaunist am Staatstheater Darm-stadt.

Neben privater Lehrtätigkeit ist er seit 2000 Dozent bei den Osterlehrgän-gen der EKHN, seit 1993 Dirigent des Blasorchesters Büttelborn und seit 2002 musikalischer Leiter des Blechbläserensembles OBE.

Neben diverser kammermusikalischer Tätigkeit war Ulrich Conzen unlängst Solist bei Konzerten des Landespolizeiorchesters Brandenburg und des sinfonischen Blasorchester Fulda.

 

Wolfgang_KleberKLEIN.miniWolfgang Kleber, geboren 1958 in Idstein /Taunus, studierte an der Musikhochschule in Frankfurt am Main. Seine Lehrer waren dort insbesondere Edgar Krapp, Helmuth Rilling, Hans Ulrich Engelmann und Heinz Werner Zimmermann. 1982 gewann er den Johann-Pachelbel-Preis beim Internationalen Orgelinterpretationswettbewerb Nürnberg. Von 1981 bis 1985 war er hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Wiesbadener Kreuzkirche und initiierte dort die Wiesbadener „Tage für Neue Musik“. Seit 1985 wirkt er als Dekanatskantor an der Darmstädter Pauluskirche. Daneben unternimmt er weltweite Konzertreisen als Orgelsolist. 2010 wurde er mit dem Darmstädter Musikpreis ausgezeichnet.

Als Komponist schrieb er neben einer Reihe kleinerer Werke die halbsze-nische Kantate „Schattenverwandlung“, die interreligiösen Oratorien „Tefilla“,  „Weg-Farben“ und „Der Himmel über Sodom“ sowie die Oper „Santa Cruz“. Das Oratorium „Weg-Farben“ wurde außer in der Paulus-kirche beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart aufgeführt sowie in Kairo, Haifa und Jerusalem. „Der Himmel über Sodom“ wird 2019 in der Pauluskirche wiederholt und beim Kirchentag in Dortmund zu Gehör kommen.

Im Herbst 2016 war Wolfgang Kleber eingeladen, bei dem Wissenschaftsfestival „Highlights Physik“ in Münster über die Symmetrien in Bachs „Kunst der Fuge“ zu sprechen.

 

 

Vorverkauf

 

 

 

 


 

 

 

Samstag 16. Februar | 19.00 Uhr | St. Ludwig

 

Orgelkonzert

 

Wolfgang Kleber, Orgel

 

Konzertprogramm

 

Suite - Passcaglia - Symphonie

 

Jean François Dandrieu

1682-1738

 

 

 

 

Magnificat en D La Re Majeur

aus Premier Livre d’Orgue

·           Plein jeu

·           Duo

·           Trio

·           Basse et Dessus de Trompète

·           Flûtes

·           Dialogue

 

Johann Sebastian Bach

1685-1750

 

Passacaglia c-moll

Louis Vierne

1870-1937

 

Symphonie Nr. 2 e-moll

·           Allegro

·           Choral

·           Scherzo

·           Cantabile

·           Final

 

 

 

 

Wolfgang_KleberKLEIN.miniWolfgang Kleber, geboren 1958 in Idstein /Taunus, studierte an der Musikhochschule in Frankfurt am Main. Seine Lehrer waren dort insbesondere Edgar Krapp, Helmuth Rilling, Hans Ulrich Engelmann und Heinz Werner Zimmermann. 1982 gewann er den Johann-Pachelbel-Preis beim Internationalen Orgelinterpretationswettbewerb Nürnberg. Von 1981 bis 1985 war er hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Wiesbadener Kreuzkirche und initiierte dort die Wiesbadener „Tage für Neue Musik“. Seit 1985 wirkt er als Dekanatskantor an der Darmstädter Pauluskirche. Daneben unternimmt er weltweite Konzertreisen als Orgelsolist. 2010 wurde er mit dem Darmstädter Musikpreis ausgezeichnet.

Als Komponist schrieb er neben einer Reihe kleinerer Werke die halbsze-nische Kantate „Schattenverwandlung“, die interreligiösen Oratorien „Tefilla“,  „Weg-Farben“ und „Der Himmel über Sodom“ sowie die Oper „Santa Cruz“. Das Oratorium „Weg-Farben“ wurde außer in der Paulus-kirche beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart aufgeführt sowie in Kairo, Haifa und Jerusalem. „Der Himmel über Sodom“ wird 2019 in der Pauluskirche wiederholt und beim Kirchentag in Dortmund zu Gehör kommen.

Im Herbst 2016 war Wolfgang Kleber eingeladen, bei dem Wissenschaftsfestival „Highlights Physik“ in Münster über die Symmetrien in Bachs „Kunst der Fuge“ zu sprechen.

 

 

Vorverkauf

 

 

 


 

 

 

Sonntag 24. Februar | 17 Uhr | Pauluskirche

 

Orgelkonzert

 

Jorin Sandau, Orgel

Konzertprogramm

 

 

Toccata – Sonate – Fantasie

 

 

Dietrich Buxtehude

1637-1707

 

Toccata in F-Dur BuxWV 156

Johann Sebastian Bach

1685-1750

Sonate C-Dur BWV 529/1 

·         Allegro  

·         Largo  

·         Allegro

 

Wolfgang Amadeus Mozart

1756-1791

 

 

Phantasie für eine Orgelwalze KV 608
(Transkription für Orgel: Jacques van Oortmerssen)

 

Paul Hindemith

1895-1963

Sonate 2 

 

             I.        Lebhaft 

           II.        Ruhig bewegt

          III.        Fuge. Mäßig bewegt, Heiter

 

Franz Schmidt

1874-1939

Toccata C-Dur

 

 

 

 

Sandau Orgel miniJorin Sandau (geb. 1983) schloss die Studiengänge Kirchenmusik A, Historische Interpretationspraxis und Künstlerisches Orgelspiel an der HfMDK Frankfurt ab. Seine Lehrer waren Martin Lücker (Orgel), Harald Hoeren (Cembalo), Winfried Toll und Uwe Sandner (Dirigieren), Gerd Wachowski und Peter Reulein (Improvisation) sowie Christoph Spendel (Jazzpiano). Ein Erasmus-Stipendium ermöglichte ihm einen Auslandsaufenthalt in der Orgelklasse von Jacques van Oortmerssen am Conservatorium von Amsterdam. Weiteren Unterricht und Kurse besuchte er u.a. bei Harald Vogel, Jean-Claude Zehnder, Ludger Lohmann und Wolfgang Seifen (Orgel und Improvisation) sowie Petra Müllejans, Michael Schneider und Barthold Kuijken (Kammermusik).

Jorin Sandau war Stipendiat des Fördervereins Bad Homburger Schloss. Beim Orgelwettbewerb des Fugato-Festivals 2010 gewann er den zweiten Preis. Solokonzerte führten ihn in die Katharinenkirche Oppenheim, zum Wetzlarer Bachfest und auf das Festival Praia a Mare (Italien). Gemeinsam mit der Kammerphilharmonie Seligenstadt und der Kurpfalzphilharmonie interpretierte er Orgel- und Cembalokonzerte von Bach, Händel, Haydn, Poulenc und Guilmant. Als Dirigent und Kammermusikpartner arbeitete er mit Musikern wie dem Bariton Klaus Mertens, dem Tenor Georg Poplutz und dem Cellisten Isang Enders.

Das Darmstädter Echo lobte den Organisten für „mustergültige Technik“ und „souveräne Gliederungen“, die Frankfurter neue Presse würdigte sein „reifes, durchgeistigtes Spiel“.

2010/2011 war Jorin Sandau Assistent des Regionalkantors an der Kirche St. Georg und der Kindersingschule in Bensheim. Seit 2011 ist er als Regio-nalkantor für die Dekanate Darmstadt, Dieburg und Erbach mit Dienstsitz an der Innenstadtkirche St. Ludwig Darmstadt tätig. Dort konzertiert er re-gelmäßig an der Winterhalter-Orgel und führt mit dem Vocalensemble Darmstadt anspruchsvolle A-Cappella-Programme und Oratorien auf.

 

Vorverkauf

 


 

 

 

Samstag 2. März | 19.00 Uhr | St. Ludwig

Dessauer_mini

Heiteres zur Fastnacht

Gabriel Dessauer, Orgel

Konzertprogramm

 

Fastnachtskonzert

 

Johann Strauß                                     

1825-1899

Ouverture zu « Die Fledermaus »

für Orgel bearbeitet von Natalia Uzhvi

 

Hans Uwe Hielscher

*1945

aus: Fränkische Wein-Tänze op. 60 2012

Sechs musikalische Degustationen

fränkischer Weine

  • Silvaner Tango
  • Spätburgunder Blues

 

Abe Holzmann

1874-1939

 

Blaze away, Marsch op. 103

Franz Lehrndorfer

1928-2013

„Ein Männlein steht im Walde“

Humoristische Variationen für Orgel

aufgezeichnet von Ralf Bölting

 

Felix Arndt          

1889-1918

Nola, A Silhouette

Transcription G.Dessauer

 

George Gershwin

1898-1937

Rhapsody in Blue

für Orgel bearbeitet von Tobias Zuleger

 

Johann Strauß

1825-1899

 

Radetzky-Marsch

 

 

Der 1955 in Würzburg geborene Gabriel Dessauer schloss seine Schulzeit am Jesuitenkolleg St. Blasien 1974 mit dem Abitur ab. Er studierte an der Musikhochschule München Orgel und Kirchenmusik u.a. bei Diethard Hellmann und Klemens Schnorr. Nach der A-Prüfung in Kirchenmusik setzte er sein Studium in der Meisterklasse bei Franz Lehrndorfer fort. 1982 wurde ihm das Meisterklassendiplom verliehen. Schon während der Schulzeit versah er den Organistendienst in St. Blasien. Es folgten Tätigkeiten als Chorleiter und Organist in Tutzing (Ev. Akademie) und München (St. Andreas). Seit 1981 wirkt Dessauer als Kantor an St. Bonifatius, Wiesbaden, der kath. Hauptkirche der Landeshauptstadt. Orgelkonzerte führten ihn in viele Länder Europas, auf bisher 12 Konzertreisen spielte er Orgelkonzerte in den USA. Er spielte u.a. in New York (St. Patrick’s), Washington (National Cathedral), San Francisco (St. Mary’s Cathedral), Los Angeles (Catholic Cathedral und First Congregational Church), sowie in bedeu-tenden Konzertsälen der USA: Methuen Memorial Hall, Merrill Auditorium( Portland, ME) Balboa Park (San Diego). Dessauer hat zahl-reiche CDs auf der Orgel von St. Bonifatius, Wiesbaden, aufgenommen. Seit einigen Jahren wird er regelmäßig von der Stadt Frankfurt eingeladen, die Orgel der Paulskirche bei festlichen Veranstaltungen zu bespielen (zuletzt im Frühjahr bei der offiziellen Ernennung Hamburgs zur Olympiakandidaturstadt). Von 1995 bis 2013 unterrichtete Dessauer als Dozent für Orgel an der Joh.-Gutenberg-Universität Mainz (heute: Musikhochschule Rheinland-Pfalz). Als Mitglied der „American Guild of Organists“ wurde er 2004 zu einem Vortrag bei der National Convention zum Thema „Die geistlichen Chorwerke von Max Reger“ eingeladen.

2012 hielt er vor dem gleichen Gremium einen Vortrag zum Thema „Tendenzen in der Interpretation der Orgelmusik von J.S. Bach von 1950 bis heute“.

 

 

 

 

Vorverkauf

 


 

Herzlicher Dank gilt allen Spendern und Sponsoren, die zur Finanzierung des Ökumenischen Orgelwinters beitragen. Hier zu nennen sind die Darmstädter Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, das Geigenbauatelier Franke, die Bäckerei Breithaupt, die Metzgerei Krug und das Blumenstudio Kalbfuss sowie private Spender.

 

 

 

Veranstalter:

Katholische Innenstadtkirche St. Ludwig, Jorin Sandau, www.sankt-ludwig-darmstadt.de

Evangelische Pauluskirche, Wolfgang Kleber, www.paulusmusik.de

 

Impressum:

Redaktion dieser Webseite: Wolfgang Kleber, Ohlystr. 51, 64285 Darmstadt

Alle Fotos sind privat von den Künstlern zur Verfügung gestellt.